Rastertisch

Bauform eines Maschinentisches von CNC-Bearbeitungszentren.

Aufbau

Ein Rastertisch besteht aus einer Auflageplatte aus Kunststoff oder phenolharzgetränktem Schichtholz. In diese Auflageplatte sind in regelmäßigen Abständen Nuten eingefräst. In etwas größeren Abständen befinden sich in der Platte verschließbare Bohrungen, welche mit dem Vakuumsystem verbunden sind.

Der Rastertisch kann mit Positionierhilfen wie Fadenkreuzlaser oder Konturenlaser kombiniert werden.

Einige Hersteller (z.B. SCM) bieten Rastertische aus Aluminium an, bei denen sich an verschiedenen Stellen T-Nuten befinden mittels derer Werkstücke auch ohne Vakuum fixiert werden können.

Funktion

Soll ein plattenförmiges Werkstück beliebiger Form gespannt werden, wird mit einem Band aus Moosgummi eine geringfügig kleinere Form in die Nuten des Rastertisches gelegt. Die Enden des Gummibandes müssen sich treffen, sodass die eingeschlossene Fläche des Rastertisches abgedichtet ist. Mindestens eine der Bohrungen muss innerhalb der abgedichteten Fläche geöffnet sein. Legt man nun ein Werkstück auf und aktiviert das Vakuum, wird das Werkstück fixiert.

Einige Hersteller bieten auch Blocksauger für die Verwendung auf Rastertischen an. Diese haben einen Fuß, welcher exakt in das Raster des Tisches passt. Bei aktiviertem Vakuum wird damit durch den Blocksauger das Werkstück angesaugt.

Vorteile

  • Vollflächige und äußerst exakte Werkstückauflage
  • Durch das Gummiband sehr präzise Anpassung auch an komplizierte Konturen möglich
  • Vollflächiges Ansaugen großer Platten möglich - besonders für Nesting- Anwendungen wichtig

Nachteile

  • Formatieren von Werkstücken ist ohne Beschädigung der Tischoberfläche nur mit zusätzlichen Schablonen oder Blocksaugern möglich
  • Das Rüsten des Tisches ist vergleichsweise aufwändig.

Bilder

Rastertisch aus Phenolharz- Schichtholz
WEEKE
Aluminium-Rastertisch
SCM
Blocksauger für Rastertisch
SCM, 2004