Eingangslänge max mm

Bereich Keilzinkenanlagen

Bei Keilzinkenanlagen bezeichnet die max. Eingangslänge die Länge, welche ein der Anlage zugeführtes Werkstück maximal haben darf. Diese Länge kann durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst werden. Meist ist dafür der Anlagentyp ausschlaggebend:

  • Bei Paketanlagen:
  • Anlagen mit stationärem Drehtisch: Die Größen des Drehtisches sowie des Frästisches (idealerweise gleich) sind hier entscheidend für die maximal zulässige Werkstücklänge. Ist ein Werkstück länger, besteht die Gefahr einer Kollision beim Drehen des Werkstückpakets.
  • Gleiches gilt für Anlagen mit mitfahrendem Drehtisch, bei denen Frästisch und Drehtisch identisch sind. Ist ein Werkstück länger als der Tisch, besteht Kollisionsgefahr beim Drehen.
  • Bei Anlagen ohne Drehtisch, z.B. mit Doppelfräse, ist die Länge des Frästisches für die max. Werkstücklänge entscheidend. Ragt ein Werkstück darüber hinaus, besteht Kollisionsgefahr mit anderen Werkstücken aus bereits gefrästen Paketen, spätestens bei der Weiterförderung zur Übergabe/Vereinzelung.
  • Bei Anlagen mit Fach-Förderband-Beschickung ist meist die Breite der Beschickeinrichtung ausschlaggebend.
  • Bei Durchlaufanlagen: Da Durchlaufanlagen üblicherweise im Querdurchlauf fräsen, bestimmt hier die Breite des Maschinenbettes die max. Eingangslänge. Theoretisch können auch längere Werkstücke bearbeitet werden, da sie vor dem ersten Fräsvorgang gekappt werden, dies bedeutet in der Praxis jedoch Einschränkungen bei der Zufuhr des nächsten Teils und wird daher üblicherweise nicht realisiert.
  • Bei Kompaktanlagen: Da Kompaktanlagen taktweise im Längsdurchlauf arbeiten, besteht - zumindest theoretisch - keine Einschränkung der Eingangslänge. Lediglich die Tragfähigkeit und Länge der Fördersysteme schränken hier Ein- und Ausgangslänge ein.
  • Bei übrigen Anlagentypen (Anlage für Langholz, Anlage aus Einzelmaschinen): Da diese Arten von Anlagen keinen einheitlichen Aufbau aufweisen, kann keine generelle Größe angegeben werden, welche für die max. Eingangslänge bestimmend ist. Meist handelt es sich aber auch um einen der o.g. Faktoren.

Bereich Optimierungskappsägen

Bei Optimierungskappsägen mit Zuführschieber bezeichnet die Angabe "max. Eingangslänge" die max. Länge des Rohwerkstückes und damit die Wegstrecke, die der Schieber zurück fahren können muss um das nächste Werkstück zu erfassen.

Bilder

Drehtisch mitfahrend
GRECON, 2007
Doppelfräse, schematisch
DIMTER
Fach-Förderband
DIEFFENBACHER, 2002
Schieberfahrweg (S 50)
DIMTER, 2009