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Robotkopf

Bezeichnung für eine Bauform von 5-Achs-Spindeln in CNC- Bearbeitungszentren.

Beschreibung

Robotköpfe besitzen eine C-Achse sowie eine weitere Schwenkachse, an der die Hauptspindel einseitig aufgehängt ist. Anfangs existierten nur Varianten mit rechtwinklig zueinander liegenden Drehachsen. Mitte der 1990er Jahre wurde mit dem Prismenkopf eine Sonderform eingeführt, bei der mindestens eine Schwenkachse schräg im Raum liegt.

Der Begriff wurde der Robotertechnik entlehnt, wo erstmalig Konstruktionen dieser Art eingesetzt wurden.

Bei der Bauform mit rechtwinklig angeordneten Drehebenen findet man gelegentlich die Bezeichnung 'einseitig aufgehängter Gabelkopf', da diese in der Grundkonstruktion der Drehachsen einem Gabelkopf entsprechen, jedoch durch die einseitige Aufhängung ein wichtiges Grundmerkmal nicht aufweisen.

Als Synonym findet man die - eigentlich falsche - Bezeichnung Kardankopf für Prismen- bzw. Robotköpfe, da es keine genormte Sprachregelung gibt.

Vorteile

Robotköpfe weisen durch die einseitige Aufhängung und das konstruktionsbedingt niedrigere Gewicht eine höhere Dynamik und einen größeren Einsatzradius bei geringerem Platzbedarf auf als Gabelköpfe.

Nachteile

Die Steifigkeit ist etwas geringer, es besteht eine geringere Vibrationsfreiheit und der Einsatz schwerer Motoren ist eingeschränkt.

Einige Hersteller bieten daher je nach Einsatzzweck sowohl Maschinen mit Robotköpfen als auch mit Kardanköpfen an.

Siehe auch:

Bilder

Robotkopf (Sonderform Prismenkopf, da schräge Achsebene)
MAKA, 1999
Robotkopf
REICHENBACHER
HOMAG Drive 5C, 5-Achs-Spindel mit Sägeblatt
HOMAG, 2011