Oberfräsmaschine

Maschine zum Kopieren der Kontur von unregelmäßigen, flächigen Werkstücken.

Oben befindet sich das Fräsaggregat, im Maschinentisch befindet sich ein Kopierfinger, die Mittelpunkte von Kopierfinger und Fräswerkzeug liegen exakt übereinander.

Der Kopierfinger steht über den Tisch über und ist austauschbar. In der Regel werden die Durchmesser von Fräswerkzeug und Kopierfinger identisch gewählt, um eine 1:1 Kopie der Vorlage zu erzeugen.

Zur Herstellung von Werkstücken benötigt man eine Schablone (oder ein bereits gefertigtes Werkstück). Auf dieser wird die Rohplatte aufgespannt, aus welcher das spätere Werkstück gefertigt wird.

Nun wird die Schablone am Kopierfinger entlang geführt, wobei exakt die gleiche Kontur in die Rohplatte gefräst wird.

Für die Herstellung abgerundeter Kanten oder profilierter Schmalseiten können Profilfräser verwendet werden.

Sehr ähnlich funktionieren Handoberfräsen. Auch hier wird das Rohteil auf der Schablone fixiert. Allerdings wird nicht das Werkstück mit Schablone bewegt, sondern die Fräse. Das Fräswerkzeug ist mit einem Kugellager versehen, dem sogenannten Anlaufring. Dieser tastet die Schablone ab und gleichzeitig wird in das Rohteil die Kontur gefräst.

Während stationäre Oberfräsen heute weitgehend von CNC-Fräsmaschinen bzw. Bearbeitungszentren verdrängt wurden, sind Handoberfräsen bei Tischlereien nach wie vor weit verbreitet.

Bilder

Klassische Oberfräse: Frommia FS65
FROMMIA, 1986
Handoberfräse

Baureihen (50)