Ratgeber Plattensäge | Ausstattung, Teil II

Maschinentisch und Programmschieber

Für oberflächenempfindliche Materialien empfiehlt sich ein bedüster Maschinentisch. Dabei gewährleisten Düsen, vergleichbar mit denen der Luftkissentische im vorderen Bereich, dass selbst bei schweren Plattenpaketen Beschädigungen am Material vermieden werden. Des Weiteren bieten die Hersteller verschiedene Lösungen an, um den Schnittbereich von Sägespänen zu befreien, welche sonst beim nächsten Schnitt durch den Oberdruck in empfindliche Plattenoberflächen eingedrückt werden könnten (z. B. Homag DustEx).

Separate Programmschieber, zur Steigerung des Durchsatzes und zur Flexibilisierung der Produktion, sind eine technisch aufwendige und eher selten georderte Zusatzausstattung. Das Prinzip: Eine oder mehrere Spannzangen positionieren die bereits zugeschnittenen Streifen unabhängig vom Rest der Spannzangen am Programmschieber. Somit werden sowohl Querschnitte als auch Längsschnitte in einem Schnittvorgang möglich. Neuartige Entwicklungen versuchen dieses Prinzip weiter zu optimieren. So stellte Fimal auf der Ligna 2019 ein neues Konzept, mit einem drehend gelagerten Programmschieber, vor. Nach dem Längsschnitt dreht dieser Programmschieber die geschnittene Platte um 90° und übergibt diese an die Spannzangen des vorderen feststehenden Teils des Programmschiebers, um anschließend wieder in seine Ausgangsposition zurückzudrehen. Somit kann im Anschluss an den Längsschnitt sofort die Querbearbeitung erfolgen, was eine Zeitersparnis von 20 bis 25 Prozent gegenüber herkömmlichen Plattenaufteilsägen ergeben soll.

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Bilder

Separate Programmschieber: flexibel aber kostsenintensiv, daher weniger verbreitet
Mit Winkelschnitteinrichtungen lassen sich auch nichtrechtwinklige Formate auf der Plattensäge zuschneiden