Incoterms

Was man über die aktuellen Incoterms wissen sollte

  • Incoterms sind nur rechtskräftig, wenn sie ordnungsgemäß vereinbart wurden.
  • Sie abzuändern gefährdet die Rechtssicherheit.
  • Die Klauseln eignen sich ausschließlich für das B2B-Geschäft. Auch im nationalen Handel lassen sich die neuen Incoterms anwenden.
  • Die Incoterms 2000 und älter behalten ihre Gültigkeit, daher empfiehlt sich die Angabe der jeweils verwendeten Version.
  • Beim Containerversand empfiehlt die ICC, FCA statt FAS und FOB sowie CPT und CIP statt CFR und CIF anzuwenden.
  • Anstatt DDP zu liefern, empfiehlt es sich für einen Absender, DAP oder DAT zu liefern mit dem Zusatz "inklusive Importabfertigung" oder "exklusive Importabfertigung": DDP stellt eine Maximalverpflichtung des Absenders dar, d.h. er übernimmt alle Kosten und Gefahren bis zum Bestimmungsort der Ware und ist verpflichtet, diese für die Aus- und Einfuhr freizumachen, alle Abgaben hierfür zu zahlen sowie alle Zollformalitäten zu erledigen. * Mit dem Posten "Importabfertigung" trägt er dagegen lediglich die Verzollungskosten, die bei Lieferung DAP oder DAT an der Grenze für die Abfertigung anfallen.
  • Sowohl für den Empfänger als auch für den Absender empfiehlt sich die Verwendung von FCA, benannter Ort, anstelle von EXW: FCA schützt den Empfänger der Ware davor, selbst die Verladung organisieren und die Exportdokumente erstellen zu müssen, und bietet besseren Schutz bei Schäden, die im Zuge der Verladung entstehen. Aber auch der Absender profitiert von der eindeutigeren Regelung hinsichtlich Haftung, Kosten und Aufgabenumfang.

Erläuterungen zu den Klauseln DAP, DAT, DDP und EXW

sieht die Lieferung als erfolgt an, wenn die Ware dem Käufer auf dem ankommenden Beförderungsmittel entladebereit am benannten Bestimmungsort zur Verfügung gestellt wird. Der Verkäufer trägt alle Gefahren, die im Zusammenhang mit der Beförderung zu diesem Ort

  • DAP: Die Klausel DAP (delivered at place/geliefert benannter Ort) stehen. Sie ist also eine eher allgemeine Klausel, bei der der Bestimmungsort so genau wie möglich festzulegen ist.
  • DAT: Gemäß DAT (delivered at terminal/geliefert Terminal) liefert der Verkäufer die Ware, sobald diese vom ankommenden Beförderungsmittel entladen wurde und dem Käufer an einem benannten Terminal im benannten Bestimmungshafen oder -ort zur Verfügung gestellt wird. „Terminal" kann jeder Ort sein, überdacht oder nicht. Sei es ein Kai, eine Lagerhalle, ein Containerdepot oder ein Straßen-, Schienen- oder Luftfrachtterminal.
  • DDP: DDP stellt die Maximalverpflichtung für den Verkäufer dar. Dieser trägt alle Kosten und Gefahren bis zum Bestimmungsort der Ware und ist verpflichtet, diese für die Aus- und Einfuhr freizumachen, alle Abgaben für die Aus- und Einfuhr zu zahlen sowie alle Zollformalitäten zu erledigen
  • EXW: Die Klausel EXW stellt die Mindestverpflichtung für den Verkäufer dar. Anders als bei der Verwendung von FCA hat der Verkäufer bei EXW gegenüber dem Käufer keine Verpflichtung, die Ware zu verladen oder für die Ausfuhr freizumachen. Verlädt er doch, trägt unter EXW der Käufer Gefahr und Kosten.

(Quelle: L. Wackler Wwe. Nachf. GmbH)

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