Plattenaufteilsäge

Horizontale Plattenaufteilanlagen dienen zum ausrissfreien und massgenauen Aufteilen von Plattenmaterialien aus Holzwerkstoffen, Kunststoffen, Gips- und Faserplatten, Isolier- und Dämmstoffen, Nichteisen-Metallen; sogar Stahl. Mit dieser Maschinenart sind gleichzeitig sowohl Präzision als auch hoher Durchsatz realisierbar. Die Werkstücke werden einzeln oder in sogenannten Paketen (mehrere Platten übereinandergelegt) stets horizontal in der Maschine bewegt und anhand von Zuschnittplänen zerteilt.

Grundsätzlicher Aufbau

In einem Maschinengrundkörper bewegt sich ein möglichst schwingungsarm und präzise geführtes Sägeaggregat. Die Schnittlänge richtet sich nach den zu verarbeitenden Plattenformaten. Bei Maschinen mit einem Sägeaggregat sind Schnittlängen von 3200mm bis 5800mm üblich. Eine deutliche Leistungssteigerung erreicht man durch z.B. separate Programmschieber oder die Kombination von zwei Maschinen im rechten Winkel zu einer Winkelanlage. Die erste Maschine (Längsaufteilung, Längsmaschine) teilt die Rohplatte in Streifen; die zweite Maschine Querschnittsäge teilt die Streifen in kurze Abschnitte.

Bei Einzelmaschinen erfolgen beide Arbeitsgänge nacheinander, indem die Teile z.B. vom Bediener auf sogenannten Luftkissentischen oder automatisch mithilfe eines integrierten Drehtisches gedreht und der Maschine für den zweiten Schnitt erneut zugeführt werden. Das Sägeaggregat (Sägewagen) gilt als Herzstück jeder Plattensäge; es enthält mindestens die Haupt- und Vorritzsäge. Darüber hinaus werden z.B. Zusatzeinrichtungen zum Fräsen und Positionieren der Werkstücke angeboten - z.B. (HOLZMA, zentrale Winkelandrückvorrichtung). Die Platten werden der Maschine einzeln von vorn (Bedienerseite), von der Seite oder von hinten zugeführt. Beschickung und Abstapelung können rein manuell bis hin zu vollautomatisch erfolgen. Der Transport innerhalb der Maschine erfolgt durch den Programmschieber, der mittels Spannzangen die Werkstücke festhält und exakt positioniert.

Maschinen zur Bearbeitung von Kunststoffen, NE-Metallen und Baustoffplatten unterscheiden sich von den "Holzmaschinen" u.a. durch:

  • Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeit
  • engerer Sägespalt, schmälerer Druckbalken
  • spezielle Getriebe
  • geschlossene Tischnuten
  • Trennmittel-Sprüheinrichtung
  • Einrichtungen für Kratzschnitte (Schelling)

Plattenaufteilanlagen benötigen im Vergleich zu anderen Platten-Aufteilmaschinen (Formatkreissägen, vertikale Plattensägen) eine deutlich größere Stellfläche.

Die Hersteller verwenden unterschiedliche Bezeichnungen:

  • HOLZMA: Plattensäge, Plattenschneider, Zuschnittcenter, Plattenaufteilsäge
  • Giben: Trennzentrum, Plattenaufteilzentrum
  • HOLZ-HER: Zuschnittmaschine, horizontale Druckbalkensäge
  • Anthon: Einachssägen
  • Homag Espana: Sägecenter
  • Gabbiani Macchine: Einblattsäge, Plattenaufteilsäge
  • Mayer: Plattenzuschnittsäge
  • Panhans: CNC gesteuertes Sägezentrum, Druckbalkensäge

In der Branche üblich sind zudem folgende Bezeichnungen:

  • liegende Plattensäge
  • horizontale Plattensäge

Anlagentypen

Optionale Ausstattung

Laserrichtlicht

Das Laserrichtlicht dient der genauen Positionierung des Werkstücks nach Sicht- oder nach Anrisslinie. Die mittels Laser projizierte Linie zeigt die Schnittlinie des Sägeaggregates.

wichtige Fachbegriffe aus dem Bereich Plattenzuschnitt

Bilder

Frontansicht HPL 380
HOLZMA
Schnittdiagramm, Etikettendrucker
SCM
Programmschieber fh6
SCHELLING
Laserrichtlicht (Plattensäge)
Sektor 470
SELCO, 2011
Sigma Impact P
SCM, 2012

Baureihen (359)

SIEVERS
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