Allseitige Werkstückbearbeitung

Die sechsseitige Bearbeitung plattenförmiger Werkstücke auf Maschinen in einer Aufspannung ist grundsätzlich problematisch. Für eine maschinelle Bearbeitung muss jedes Werkstück gespannt werden. Im Bereich der Spannmittel kann somit keine Bearbeitung erfolgen.

Bei stationären CNC-Bearbeitungszentren werden die Werkstücke meist auf einer der beiden Flächen gespannt, so dass hier normalerweise nur eine Fläche sowie die vier Schmalseiten in einer Aufspannung bearbeitet werden können.

Es existieren stationäre Typen von Maschinen, bei denen die Werkstücke mit Zangengreifern transportiert werden. Hier ist eine Bearbeitung der beiden großen Flächen möglich, eine Schmalseite kann jedoch (zumindest im Bereich der Greifer) nicht bearbeitet werden.

Für die Modelle der Baureihen Biesse Skipper und Weeke BHX 500 bzw. Nachfolger Homag BHX 500 werden optional auf- und abtauchende Aggregate angeboten, welche eine Bearbeitung an der Schmalseite erlauben, an der sich die Zangen befinden.

Bei Durchlaufmaschinen ist die allseitige Bearbeitung leichter zu realisieren, da hier mehrere Stationen hintereinander liegen können und somit auch das Werkstück an jeder Station auf unterschiedliche Art und Weise gespannt werden kann. Insofern entfällt die Notwendigkeit der Bearbeitung in einer Aufspannung.

Bilder

Zwei Aggregate für die 6-seitige Bearbeitung bei einer Biesse Skipper 130
BIESSE, 2015
Schlosskastenfräsung auf der Aufspannseite bei einer Biesse Skipper 130
BIESSE, 2015